
Verschiedene Hersteller haben ein neues Produktsegment für sich entdeckt: hochwertige Kompaktkameras mit großem Aufnahmesensor und Wechselobjektiven.
Das Entscheidende: Sie verzichten auf einen Spiegelkasten. Dadu
rch ist der Abstand von Objektiv zur Sensorebene deutlich verringert was zu flacheren Kameras führt. Der Prismenblock fehlt auch so dass die ganze Kamera relativ schlicht daherkommen kann. Statt des normalen Sucherbildes wird das Bild jetzt elektronisch angezeigt. Auf einem Display wie bei den kleinen Kameras auch und/oder per elektronischen Sucher, nur jetzt mit deutlich verbesserter Qualität und herkömmlichen Suchern teilweise überlegen. Der angnehme Nebeneffekt: Per Adaptern lassen sich jede Menge alter Analog-Objektiv an die neuen Kameras setzen. Ein preiswertes Leitz 2,8/180 wird dadurch u.A. zum früher unbezahlbaren 2,8/360 mm mit manueller Scharftstellung. Auch stark weitwinklige Objektive, früher groß, teuer und optisch nicht immer optimal (wegen des Spiegelkastens) konstruiert, sind jetzt preisgünstig, optisch besser und relativ winzig. Das eröffnet ganz neue Perspektiven. Und der Urlaub lässt sich leichter angehen mit einer handlichen Ausrüstung und geringem Gewicht.
Die Systeme:
Panasonic hat schon einen ganzen Sack voller Micro Four Thirds Kameras auf dem Markt. Die G 1 war die erste der Familie und kostet heute im Set mit dem Zoomobjektiv unter 500 Euro, auch heute noch ein guter Kauf.
Der Nachfolger G 2 mit leicht verbesserter Technik, Touchscreen und Videofunktion ist das jetzt aktuelle Modell. Hinzugestoßen ist die Einsteigerversion G 10 ohne schwenkbares Display und gekrönt wird die Reihe von der G 1 H mit Full-HD Video. Die GF 1 wiederum verzichtet auf den elekronischen Sucher und ist dazu noch kleiner. Ein Sucher lässt sich sowohl als optische als auch elektronische Version aufsetzen. Das Standardzoom 14-42 entspricht ca 28-85mm und darf als universalzoom bezeichnet werden. Dazu gesellt sich das 40-150mm (entsprechend 80-300mm analog). Beliebt ist das kleine und lichtstarke 1,7/20, Pancake genannt. Ein starkes Objektiv ist das Superweitwinkelzoom 7-14mm (14-28 entspr.) und das Leica 2,8/45 Macro. In Arbeit sind ein 8mmFisheye und ein 100-300 Zoom.
Olympus schickt 3 Modelle ins Rennen. Die erste PEN EP 1 ist heute schon für unter 500 Euro erhältlich, die EP 2 liegt knapp unter 1000 Euro, jeweils mit Objektiv. Hinzu gekommen ist die EPL 1, eine preisgünstige Kamera mit eingebautem Blitz und aufsteckbarem Elektro-Sucher. Die Olympus-Kameras scheinen direkt der rund 50 Jahre alten PEN-F Familie zu entstammen und sind im Design diesen Klassikern angelehnt. Auch Olympus hat schöne Objektive im Programm. Ein flaches 2,8/17 Pancake, ein 10 fach Zoom, ein 9-18 Weitwinkelzoom, aber auch die ganze Palette schon erhältlicher Four-Third-Objektive passt mittels Adapter an die PEN`s.
SONY präsentierte gerade das neue NEX-System. Diese sehr flachen Kameras haben das Sony-Minolta Bajonett, was vielversprechende Objektivvarianten erwarten lässt. Auch hier wird zum Standardzoom ein lichtstarkes Pancake (kommt tatsächlich von Pfannkuchen) angeboten. Die NEX Kameras haben einen nochmals deutlich größeren Sensor als die Four-Third-Kameras und bieten die gleiche Bildqualität wie die Reflexkameras. Man darf gespannt sein was das neue System noch für Überraschungen bieten wird.
Samsung hat ein völlig eigenes System gebracht, die NX 10 und NX 5 mit eigenem Bajonett und ebenfalls sehr großem APS-C Sensor. Klar dass hier ebenfalls ein Pancake zum Lieferangebot gehört.
Die Marktführer Canon und Nikon haben auf diesem Marktsegment noch nichts anzubieten, lediglich die Gerüchteküche köchelt ein wenig vor sich hin. Abwarten.
Jedoch ist auch heute das Angebot so erfreulich dass jederzeit die passende Urlaubskamera gefunden werden kann. Dass alles kleiner und leichter ist wird wohl jeder begrüßen. Die Qualität muss nicht darunter leiden. Bernd Nasner
In unseren Seminaren erhalten Sie wertvolle Praxistipps und kreative Anregungen für Ihr Fotohobby. Moderne Apple Macintosh-Computerarbeitsplätze stehen in unseren Schulungsräumen im Zentrum Hamburgs zur Verfügung, um das Gelernte sofort anzuwenden und zu verfestigen.
Wir geben auch Einzelunterricht oder machen Sie mit der Aufnahmetechnik vertraut. Verabreden Sie einen Termin.
Den Flyer können Sie unter der Rubrik Seminare herunterladen

Größere Sammlungen und Ausrüstungen besichtigen wir gerne vor Ort! Wir nehmen Ihre Geräte auch bei Neukauf in Zahlung oder tauschen.
Hier gelangen Sie zum Fernankauf »
Zugegeben, ein Stativ ist irgendwie lästig und heute kann man doch mit lichtstarken Objektiven und hohen ISO-Zahlen auch zum Schuss kommen. Aber das ist nicht dasselbe. Bei offener Blende ist ein lichtstarkes Objektiv nicht so gut wie etwas abgeblendet. Auch gestalterisch ist eine große Blendenöffnung nicht immer das Nonplusultra. Hohe ISO-Zahlen mindern bekanntlich die Qualität ganz erheblich. Nicht jeder fotografiert mit den modernsten Vollformat-Reflexkameras.
Die überlegte Bildgestaltung ist mit einem Stativ auch bei Tage besser möglich als der Schuss aus der Hüfte; und: man glaubt garnicht wieviel Bilder auch bei Tageslicht verwackeln. Man sieht es allerdings erst am Monitor in der 100% Vergrößerung. Auf dem Display schaut ja alles erstmal ganz prima aus. Panoramaaufnahmen, HDR oder DRI-Fotos benötigen ebenfalls den Einsatz eines Statives. Bei Sport-oder Tierfotos hilft ein Einbeinstativ. Wer hält schon eine gute Kamera mit Tele minutenlang auf Augenhöhe.
Immer wieder treffe ich bei dem immer beliebter werdenden Hobby "Nachtfotografie" Menschen die mit billigen Plastikgerüsten aus dem Baumarkt Langzeitaufnahmen machen. Das mag ab und an gelingen aber ist dem Ergebnis nicht immer dienlich.
Ein vernünftiges Stativ hat eine gewisse Mindesthöhe die es erlaubt, in nicht gebückter Haltung seine Einstellungen vorzunehmen. Der Aufbau sollte schnell und sicher sein, die Bedienelemente gut zugänglich und die Standfestigkeit auch mit einem Teleobjektiv solide. So etwas wiegt dann erstens nicht 500 Gramm und kostet zweitens nicht 29 Euro. Warum aber die teure Digitalreflex einer fragwürdigen Konstruktion aus unbekannter Fernost-Produktion anvertrauen ?
Für 200 Euro bekommt man schon ein gutes Stativ mit Kugelkopf von Manfrotto. Wer es etwas leichter haben möchte wählt das Carbonstativ dass dafür deutlich teurer ist. Das sollte man aber nicht so schwer nehmen, hält es doch bei ordentlicher Behandlung einige Jahrzehnte und veraltet garantiert nicht so schnell wie das Digitalequipment. Ein hochwertiges Gitzo-Carbon-Stativ ist eine gute und vor Allem langfristige Geldanlage, die sich irgendwann bezahlt macht. Es passt auch ohne Kompatibilitätsprobleme zu jeder Fotoausrüstung dazu.
Wir haben eine gute Auswahl hochwertiger Stative am Lager, schauen Sie mal rein.