Olympus OM-3

Im Jahre 1983 brachte Olympus, nachdem man 12 Jahre verschiedenste Abwandlungen der OM-1 von 1971 und der OM-2 von 1975 verkauft hatte, mit der Olympus OM-3 und Olympus OM-4 gleich zwei neue Geräte auf den Markt.

Der Logik nach würde man denken, die OM-3 wäre entweder qualitativ unterhalb oder aber zeitlich vor der OM-4 positioniert worden. Olympus interessierten diese möglichen Systematiken aber wenig bei der Benennung.

Viel mehr war die OM-3 der Nachfolger für die mechanische OM-1(n) und die OM-4, welche für den Verschluss auf Batterien angewiesen war, der Nachfolger für die, ebenfalls elektronisch gesteuerte, OM-2(n). Die beiden Kameras wurden folglich auch parallel auf den Markt gebracht und angeboten.

Wie schon erwähnt, handelte es sich bei der OM-3 um eine vollmechanische Kamera. Was recht nüchtern klingt, war in Verbindung mit der aufwendigen Multispot-Belichtungsmessung, die OM-3 und OM-4 gleichermaßen besaßen, allerdings etwas sehr außergewöhnliches und macht die OM-3 auch heute noch zu einem der fortschrittlichsten vollmechanischen Kameras überhaupt.

Warum war die OM-3 dann, im Vergleich zur OM-4, eher ein Ladenhüter und wurde schon 1986, nach 3 Jahren Bauzeit, wieder vom Markt genommen?
Dies Lag vor allem am exorbitant hohen Aufpreis, die Olympus für die OM-3 haben wollte. Ein Gehäuse dieser Qualität und Raffinesse war eben auch in der Produktion deutlich teurer, als das, für die Fotografie nicht minder geeignete, OM-4 Modell mit entsprechender Elektronik.

Zudem entschloss man sich bei Olympus dazu die ebenfalls vollmechanische, aber sonst recht spartanische OM-1n weiterhin zu einem günstigen Preis im Programm zu behalten, sodass die Fotografen bei Olympus selbst eine gute gleichfalls vollmechanische Alternative fanden.

Die OM-3 zeichneten dann, neben der mechanischen Ausführung, vor allem zwei Dinge aus. Zum einen war das die, bereits erwähnte, Multispot-Belichtungsmessung, die es erlaubte, bis zu 8 Spotmessungen des Motivs vorzunehmen und auf deren Grundlage einen mittleren Belichtungswert zu errechnen. Ebefalls bot diese Kamera hier, über ein Control-Panel auf der, vom Fotografen aus gesehenen rechten Seite der Deckplatte, die Möglichkeit einer Highlight- und Shadow-Korrektur. Es waren also extrem exakte Belichtungen möglich.

Zum anderen ermöglichte Sie eine kürzeste Verschlusszeit von 1/2000s. Andere Hersteller schafften zwar auch 1/4000s vollmechanisch zu bilden, dennoch war alles über 1/1000s schon höchst selten.

Heute ist die OM-3, aufgrund des kurzen Produktionszeitraumes, ein extrem gesuchtes Sammlerstück. Grad in einem Zustand wie unser Exemplar, ist sie schwierig zu finden.

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