Plaubel Makina 670

Unter Kennern älteren Semesters und mit einer Vorliebe für deutsche Traditionsmarken im Kamerabau, klingt der Name Plaubel natürlich sofort.
Bekannt wurde die Firma, die 1911 in Frankfurt am Main gegründet wurde, vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, durch Ihre raffinierten Kamerakonstruktionen, zunächst für verschiedene Großformate, später auch für den Rollfilm.

Für diese „Rarität des Tages“, die Plaubel Makina 670, gilt das allerdings nur bedingt, denn genau genommen sprechen wir hier von einer japanischen Produktion.

Schon für den Vorgänger der Plaubel Makina 670, der Plaubel Makina 67, hatte sich die Japanische Doi Group unter Leitung Kimio Doi`s 1975 die Rechte an der Firma Plaubel gesichert, um unter diesem Namen die, nach Kimio Dois persönlicher Auffassung, perfekte Mittelformatkamera zu produzieren.

Spannend ist hier, dass Plaubel selbst zuvor schon einen Prototypen unter dem Namen „Makinette 67“ entwickelt hatte. Diese Kamera hatte sogar bereits ein 2,8/80mm Nikkor Objektiv verbaut, wie es dann auch bei den späteren Serienprodukten zum Einsatz kam.

Das Design, für das sowohl Makina 67, als auch Makina 670, bekannt sind, stammte übrigens aus der Feder von Udo Geissler, der zur damaligen Zeit eine Professur am Lehrstuhl für Industriedesign an der technischen Hochschule München inne hatte.

Was die Makina 670, neben dem Design, das zum Vorgänger leicht abgeändert wurde, von der 67 unterscheidet, waren zum Einen ein nun vorhandener Doppel-Filmaufzug, da der einfache Aufzug der 67 als zu fragil befunden wurde (was er tatsächlich gar nicht ist), und zum anderen die Möglichkeit den doppelt so langen 220er Mittelformatfilm nutzen zu können. Dieser ermöglichte 20 Aufnahmen auf einem Film, während regulär nur 10 Aufnahmen im Format 6×7 möglich waren. Die sonstigen technischen Spezifikationen blieben unverändert.

Die Konstruktion als Falt-Balgenkamera macht die Makina für den Transport unschlagbar. Eine solche Bildqualität in einem solch transportablen Gehäuse war und ist auf Film sonst wohl unerreicht. Das lag aber nicht nur an der Kamera selbst, sondern auch an dem hervorragenden Nikkor-Objektiv, dass Nikon zulieferte.

Nicht täuschen lassen darf man sich jedoch beim Gewicht. Die Kamera ist, trotz ihrer relativen Kompaktheit, sehr massiv gebaut, sodass am Ende ein Gewicht von etwa 1,2 Kilogramm auf die Wage gebracht wird.

Man könnte ewig über die Makinas weitererzählen. Heute hat diese Kamera sich auch außerhalb der Fotowelt, dank Ihres ungewöhnlichen Designs und Auftritten in Film und Fernsehen, zu einem Kultobjekt entwickelt.

Unser Exemplar, dass hier zum Verkauf steht, ist durch eine Fachwerkstatt komplett überholt worden. Dabei wurden alle relevanten Service-Arbeiten gemacht. Die Kamera befindet sich technisch somit nahezu in Neuzustand.

Zusätzlich gibt es dann noch eine Originalverpackung und seltenes Zubehör, wie zum Beispiel die originale Streulichtblende, die sonst allein schon für hohe Summen verkauft wird, von uns dazu.

Zustand/Condition: technisch: A- optisch: AB

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