Plaubel Makinette 3×4

Nicht nur für das klassische 120er Rollfilm-Format hatte die Firma Plaubel, 1911 in Frankfurt am Main gegründet, Kameras im Angebot.
Auch für das, heute nur noch wenig verbreitete und daher eher exotische, 127er Film-Format wurden Kameras angeboten.

Eine dieser Kameras war die Plaubel Makinette, welche 1932 auf den Markt kam. Sie belichtete den 127er Film mit einem Format von 3x4cm, sodass auf einen Film gleich 16 Aufnahmen gebannt werden konnten. Das sparte Kosten für den teuren Film.

Zudem konnte die Makinette dadurch bemerkenswert klein gebaut werden. Die Kamera ist nicht größer als eine Schachtel Zigaretten. Dementsprechend wurde Sie von Plaubel auch als „Westentaschen Kamera“ vermarktet.

Wie auch die größeren Modelle Plaubels, für die die Firma bekannt war, wurde die Kamera mit einem Balgen und einer Scheren-Spreizmechanik ausgestattet, sodass die Makinette, für den Transport, besonders klein zusammengeschoben werden konnte.

Als Verschluss kam ein Compur zum Einsatz, der Verschlusszeiten von einer Sekunde bis zu 1/300s zuließ.
Besonders war dann auch das 5cm Anticomar Objektiv, welches mit einer recht hohen Lichtstärke von F1:2,7 glänzen konnte. Es gab sogar noch eine lichtstärkere Objektiv-Version Namens Supracomar, mit einer Brennweite von 4,5cm und einer Lichtstärke von F1:2.

Als Sucher ließ sich ein kleines Konstrukt mit einer Glasscheibe, auf der ein Fadenkreuz zu sehen war, ausklappen. So gelangen, für die Größe der Kamera und die damalige Zeit, recht präzise Aufnahmen.

Einstellungen der Blende und der Entfernung, sowie den Auslöser fand man auf der, vom Fotografen aus gesehen, rechten Seite. Die Fokussierung erfolgte über einen Ring, der um das Objektiv verbaut war.

Leider war die Makinette aber kein besonders großer Markterfolg. Zu teuer der Preis, zu klein der Markt zwischen den Weltkriegen, als das sich eine Kamera dieser Qualität in größeren Stückzahlen an den Mann oder die Frau bringen ließ.

Das tut der Schönheit der winzigen Rollfilmkamera aber keinen Abbruch. Auch (vielleicht auch grade) heute sticht Sie noch sehr hervor und lädt zum Fotografieren ein – wenn da nicht das Problem mit dem Film wäre…

Unser Exemplar ist in sehr schönem Zustand mit leichteren Gebrauchsspuren.

Gemessen am Alter muss der Zustand schon als besonders gut bezeichnet werden. Der Verschluss läuft einwandfrei ab. Der Balgen ist lichtdicht und macht einen guten Eindruck. Alle Mechanischen Bauteile lassen sich einwandfrei nutzen. Lediglich das Objektiv ist über die Jahrzehnte etwas eingetrübt.

Zustand/Condition: AB

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