Rolleiflex 3003 inkl. Wechselmagazinen

Victor Hasselblad und seiner Firma verhalf der modulare Aufbau seines V-Systems zu Weltruhm.
Bei diesen Modellen handelte es sich ja um Mittelformatkameras, die auf Rollfilm im Format 6×6 belichteten und sich tendenziell eher an Profis richteten.

Einige Jahre nachdem Herr Hasselblad mit seinen Mitarbeitern auf diese Idee gekommen war, dachte man sich bei Franke und Heidecke alias Rollei in Braunschweig, dass ein solch modulares System doch eigentlich auch für den klassischen Kleinbildfilm und den (ambitionierten) Amateur eine tolle Idee wäre.

Niemand geringeres als Heinz Waaske persönlich, der Ingenieur der zuvor die entscheidende Idee für die Rollei 35 mit in das Unternehmen brachte, wurde mit der Entwicklung eines solchen Systems betraut.

1981 war dann das Jahr, indem sein Werk Marktreife erreicht hatte: Mit der Rollei SL2000F kam der direkte Vorgänger der Rolleiflex 3003 auf den Markt. Eine höchst ungewöhnliche, und bis heute auch ziemlich einzigartige, Kleinbildkamera war geboren.

Der große Vorteil dieser Kamerakonstruktion war ein Wechselmagazin. So war es bequem möglich, den Film von Bild zu Bild zu wechseln. Die Magazine, wie auch die ganze Kamera, waren sehr raffiniert konstruiert und setzten die Maßgabe, ein modulares Kamera-System anbieten zu können, konsequent um.

1984 kam dann schon die hier gezeigte „Rarität des Tages“ auf den Markt: Die Rolleiflex 3003. Man entschied sich den Namen zu Gunsten einer Vereinheitlichung, mit dem Rolleiflex Mittelformatmodellen dieser Zeit, abzuändern.

Neben dem Wechselmagazin, das die Kamera besaß und der ungewöhnlichen Handhabung, ähnlich eines Video-Camcorders, war vor allem der Lichtschacht eine Besonderheit.
Diesen gab es, mit wenigen Ausnahmen, zu dieser Zeit, im Kleinbildbereich, eigentlich nur noch für die Nikon F3 als teures Extrazubehör.
Einzigartig war bei den Rollei`s, dass es immer gleichzeitig auch die Möglichkeit gab, das Motiv durch den 2. Sucher auf der Rückseite anzuvisieren.

An Objektiven gab es übrigens eine wirklich herausragende Auswahl von höchstwertigen Gläsern, da die Kamera in das Rollei QBM System integriert wurde. Spezielle Weitwinkel-Objektive, über hervorragende Standards mit hoher Lichtstärke, bis hin zu 1000 Milimeter Teleobjektiven waren am Markt käuflich zu erwerben.

Trotz all dieser Bemühungen Rollei`s und des überzeugenden Konzepts, waren alle Modelle, also sowohl die SL2000F, als auch Ihr Nachfolger die Rolleiflex 3003 und deren günstigeres Schwestermodell, die Rolleiflex 3001, kein Markterfolg.
Von der Rarität des Tages wurden bis 1994 gar nur 2800 Exemplare gefertigt. (An dieser Stelle sei noch mal an die finale Produktionszahl einer Rollei 35 erinnert: ca. 2 Millionen Exemplare.)

Dies lag neben dem polarisierenden Konzept und dem teuren Preis, leider auch daran, dass Rollei die Qualitätsschwankungen in der Produktion nie richtig in den Griff bekam. Das Modulsystem galt allgemein als Fehleranfällig.

Unser Exemplar ist in gutem, gebrauchtem Zustand mit leichten Gebrauchsspuren. Es ist von uns überprüft und voll funktionstüchtig. Zusätzlich sind 2 weitere Magazine für den Filmwechsel vorhanden. Ein schönes Standard Rollei HFT 1,8/50mm Planar ist auch noch dabei.

Zustand/Condition: B

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